Lebendige Seelsorge  
Verleihung des „Preises für Lebendige Seelsorge“ am 20. November 2009 an die Offene Kirche St. Klara in Nürnberg Von Astrid Schilling
Nach der erstmaligen Verleihung des "Preises für Lebendige Seelsorge" im Februar 2008 an ausgewählte Seelsorge-Projekte, ging der Preis im Jahr 2009 an eine Einrichtung, die durch eine kunstvolle Kirchenumgestaltung sowie durch liturgische und pastorale Kreativität die Seelsorge vor Ort zu neuer Lebendigkeit geführt hat: die Offene Kirche St. Klara in Nürnberg; dabei sind besonders Pater Karl Kern SJ und Pastoralreferent Jürgen Kaufmann zu nennen.Am Freitag, den 20. November 2009 wurde der Festakt mit einem feierlichen Abendgottesdienst in St. Klara eingeleitet. Der Erzbischof von Bamberg, Dr. Ludwig Schick, hob in seiner Predigt die besondere Stellung von St. Klara für die City-Pastoral in Nürnberg hervor. Er bezeichnete St. Klara als „mittendrin am Rand“. Gleichzeitig dankte er dem scheidenden Pater Kern für seine 14-jährige lebendige Tätigkeit in St. Klara und würdigte dessen Verdienste um die Liturgie und Pastoral vor Ort.
Im Anschluss an den Gottesdienst begann, ebenfalls im Kirchenraum von St. Klara, das Festprogramm, das mit Rock- bis Blues-Klängen von Rudi Madsius, Klaus Brandl und Peter Tobolla musikalisch umrahmt wurde.Nach einer kurzen Begrüßung der Ehrengäste und des Publikums durch den neuen Pfarrer von St. Klara, Ansgar Wiedenhaus SJ, führte Prof. Dr. Erich Garhammer, Schriftleiter der Zeitschrift „Lebendige Seelsorge“, kurz in die Thematik des Abends ein. Da der Festakt gleichzeitig auch die Feier des 60-jährigen Jubiläums der „Lebendigen Seelsorge“ einschloss, bewegte sich die Rede von Prof. Garhammer zwischen der „papiernen Seelsorge der Zeitschrift“ und der „Seelsorge live vor Ort in St. Klara“. Pastoral habe für ihn weniger mit Räsonieren denn mit Resonieren zu tun, und stehe so in der Pflicht, dass ihre Botschaft auf vielfältige Weise in den Herzen der Menschen Widerhall finde – und dies geschehe beispielhaft in St. Klara.
 |
Die Laudatio auf die Offene Kirche St. Klara sowie die Zeitschrift „Lebendige Seelsorge“ hielt im Anschluss daran der Soziologe und Theologe Prof. Dr. Dr. Michael N. Ebertz, Professor an der Katholischen Fachhochschule in Freiburg; seine Rede wird nicht, wie angekündigt, in Heft 1/2010 der Lebendigen Seelsorge nachzulesen sein, sondern an anderer Stelle erscheinen
Als Höhepunkt des Festaktes verliehen schließlich Prof. Dr. Erich Garhammer, Astrid Schilling, Redakteurin der „Lebendigen Seelsorge“, und Thomas Häußner, Geschäftsführer des Echter-Verlags Würzburg, den „Preis für Lebendige Seelsorge“ 2009 an die Offene Kirche St. Klara, vertreten durch Pater Karl Kern SJ, Pastoralreferent Jürgen Kaufmann, Hanne Seischab für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen sowie Lukas Neuner für das Architektenbüro Brückner&Brückner, das für den Umbau von St. Klara verantwortlich gezeichnet hatte. Das Festprogramm endete mit einem Dankeswort von Erzbischof Dr.
Ludwig Schick, in dem er nochmals die langjährige Tätigkeit Pater Kerns in St. Klara hervorhob und ihm dafür die Verdienstmedaille des Erzbistums Bamberg verlieh. Mit einem Empfang in den Räumlichkeiten der benachbarten Katholischen Hochschulgemeinde klangen die Feierlichkeiten aus. Die Fotos stammen von Elisabeth Sattler (1) und Astrid Schilling (2;3;4) Foto 1 (von rechts): Prof. Dr. Erich Garhammer, Astrid Schilling, Thomas Häußner, Karl Kern SJ, Jürgen Kaufmann, Hanne Seischab, Lukas Neuner Foto 2: Rudi Madsius, Klaus Brandl und Peter Tobolla Foto 3: Prof. Dr. Dr. Michael N. Ebertz Foto 4: Erzbischof Dr. Ludwig Schick
Aktuelles Heft 06/2009: Alter Glaube und neuer Atheismus Der Streit zwischen dem „alten Glauben“ und dem „neuen Atheismus“ ist nicht einfach auszufechten. Zum einen, weil es ganz unterschiedliche Felder der Auseinandersetzung gibt – von prinzipiellen, philosophischen Fragestellungen bis hin zur Diskussion um Konzepte eines „intelligent design“ –, zum anderen, weil häufig nicht einmal die zentralen Begriffe klar sind, über deren Zusammenhang man streiten könnte. Für die Theologie wie die Kirche ist die Auseinandersetzung mit dem „neuen Atheismus“ alles andere als irrelevant. Hier stoßen Menschen- und Weltbilder aufeinander und es kommt die Frage auf, wie Religionen und Religionsgemeinschaften mit ihnen in Zukunft umgehen können. Nicht zuletzt stellt sich auch die Frage nach einem ekklesialen Atheismus. In der aktuellen Ausgabe nimmt die „Lebendige Seelsorge“ das Thema von unterschiedlichen Seiten in den Blick. Dabei geht es darum, aktuelle Konfliktlinien aufzuzeigen und Erfahrungen im Umgang mit der Debatte zur Sprache zu bringen. „Lebendige Seelsorge“ erscheint sechsmal im Jahr und bietet in jedem Heft: - Grundsatzartikel zum Thema Seelsorge
- eine aktuelle Kontroverse
- ein interessantes Projekt zum jeweiligen Heftthema
- ein Gespräch mit Hintergrundinformationen zum Thema Seelsorge
- Erfahrungsberichte und Anregungen für unterschiedliche Handlungsfelder wie Gemeindearbeit, Religionsunterricht, Predigt u.a.
- einen Blick in aktuelle Zeitschriften zum Heftthema
- interessante Buchneuerscheinungen zum Thema Seelsorge
SchriftleitungErich Garhammer Dr. theol., Professor für Pastoraltheologie und Homiletik an der Theologischen Fakultät der Universität Würzburg.
RedaktionAstrid Schilling Doktorandin am Lehrstuhl für Moraltheologie der Uni Würzburg, geb. 1977 in Alzenau, Studium der Katholischen Theologie und Gräzistik für Lehramt Gymnasium an den Universitäten Würzburg und Bristol (England) E-Mail: astridschilling@gmx.de VerlagEchter Verlag GmbH Dominikanerplatz 8 97070 Würzburg Telefon (09 31) 6 60 68-0 Telefax (09 31) 6 60 68-23 E-Mail: info@echter.de www.echter-verlag.de
|