Im Heft 5/2006 entspann sich eine Kontroverse um das Verhältnis der Religionen und ihr Verständnis untereinander. Der Systematiker Hans Kessler nimmt an dieser Stelle Bezug auf die Positionen von Heinz-Günther Schöttler und Hans Zirker (vgl. LS 1/2007). Die Überzeugung, dass in der Geschichte des Juden Jesus von Nazareth der eine Gott sich als die unbedingt für alle entschiedene Agape oder Güte erweist, macht den entscheidenden Punkt im christlichen Glauben aus. Dass es die Überzeugung von dieser allen geltenden Güte Gottes auch anderswo gibt, ist damit jedoch überhaupt nicht ausgeschlossen. Es geht nicht um Überbietung der Anderen, sondern um das Unüberbietbare, das sich auch bei ihnen finden kann. |